Blauer Tacho
Das Vorhaben: Der Ausbau des Tachos ist klasse auf den oben genannten Seiten beschrieben. Ich möchte mich hier nur mit dem Tacho der Honda CBR 600F (PC 35) beschäftigen.

Ich übernehme keine Haftung für auftretende Schäden. Dies ist lediglich eine Beschreibung von dem was ich gemacht habe.

- Die Inbus-Schraube auf der Vorderseite ist NUR ZIERDE
- Den Zeiger des Drehzahlmessers kann man NICHT abziehen

  • Man benötigt 12 SMD-LEDs (bei Reichelt unter der Bezeichnung: SMD-LED 3528 BL)
  • Ebenso ist eine zweite helfende Hand sehr hilfreich, gerade bei den SMD-LEDs. - Danke Flo -
Ich habe die zwei Schrauben an der Kabelverbindung zuerst gelöst.

Beim Rausziehen der Kabelstecker sollte man diese gleich beschriften.

Die Abdeckung/Verkleidung der Status-LEDs (Blinker, FI, Öl) sollte man beim Zusammenbau NICHT vergessen ;) - habe ich leider erfahren müssen ...
Hier kurz mein Werkzeug. Man sollte vorher schon einmal gelötet haben, da einige Stellen recht fein sind. Gerade bei den SMDs erschreckt doch die Größe.

Entlötpumpe: 5€€
Lötstation: 50-100€ €aber ein einfacher Lötkolben tut's auch.
Diese Spitze langt völlig für diese Arbeiten. Bei der Station habe ich 150-200°C eingestellt. Man sollte vorsichtig sein, die Platine nicht zu heiß zu machen, da sich sonst die Lötpunkte abheben oder auch mit der Entlötpumpe abgesaugt werden können.
Ich habe zuerst die Stellung vom Motor markiert (kleiner Pfeil auf dem Motor und der Platine), bevor ich die Klemmen am Drehzahlmesser gelöst (zurückgebogen) habe.
Dann habe ich die Pins der Temperaturanzeige, die LED (Drehzahlwarnlampe) und dann auch den Motor (6 im Kreis angeordnete Pins) ausgelötet.
Jetzt habe ich die Schrauben für den Drehzahlmesser entfernt und diesen abgenommen.
Ich wollte erst eine rote LED für den Zeiger verwenden. Wie es aber von unten aussieht, ist keine separat für den Zeiger gedacht... *schade*
Nun habe ich das Display ausgelötet. - Viel Geduld -
Danach die Schrauben gelöst.
Ich habe dann die Lötpunkte des Displays und der Temperaturanzeige gesäubert - mit dem Lötkolben und zum Teil mit der Entlötpumpe.
Hier die LEDs, die man auslöten muss. Auf der Platine ist sogar die Einbauweise aufgedruckt. Kleine Ecke zur kleinen Ecke ;). (sonst halt die Einbauweise der LEDs merken)
Nach dem Einlöten der SMD-LEDs habe ich die Pins des Displays gesäubert (einfach mit dem Lötkolben drüber streichen) und wieder reingefummelt, danach habe ich das Display erst verschraubt und dann eingelötet.

Auf dem Bild sieht man auch, dass nicht alle SMD-LEDs exakt gerade sind... macht aber nichts. Aber man sollte sie vorher doch mal durchmessen, ob das Lötzinn auch wirklich leitet.
Der Drehzahlmesser war jetzt ja schon fast leicht. Auf die Stellung vom Motor muss geachtet werden. Ich habe ebenso zuerst verschraubt. Dann, mit leichtem Druck auf den Zeiger des Drehzalmessers, die Laschen auf der Rückseite umgebogen (kleiner Schlitzschraubendreher; man kann ruhig mit der Platine hebeln) und erst zum Schluss wieder verlötet.


So das war's... die restlichen paar Schrauben werde ich jetzt nicht im Detail beschreiben, jeder, der soweit gekommen ist, schafft den Rest ohne Weiteres. Bitte die Abdeckung der Status-LEDs nicht vergessen ;)

Und warum die ganze Arbeit?!?... Die Antwort sehen Sie hier:

Aus diesem Anblick ...
... erhält man diesen (Gut vielleicht nicht so oft, da das Nachtfahrt bedeutet).
Ich freue mich aber sehr über das Blau-Weiß, was man jetzt jeden Tag sehen kann.